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Das Leben von Max Ernst


Max Ernst (* 2. April 1891 in Brühl; † 1. April 1976 in Paris) war ein deutscher Maler und Bildhauer des Dadaismus und des Surrealismus. Max Ernst war der Sohn des Taubstummenlehrers Philipp Ernst und seiner Frau Luise. Er hatte acht Geschwister. Zum Malen angeleitet wurde Max von seinem Vater.
Nach dem Abitur begann er 1910 an der Universität Bonn ein Studium in den Fächern Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte. Hier lernte er auch den Expressionisten August Macke kennen. Von August 1914 bis November 1918 war Ernst im Ersten Weltkrieg in Frankreich und Polen im Einsatz. 1918 heiratete er Luise Straus. Mit ihr bekam er 1920 den Sohn Hans-Ulrich (1920 - 1984), der später unter dem Namen Jimmy Ernst in den USA als surrealistischer Maler bekannt wurde. 1926 wurde die Ehe geschieden. Ernsts Schöne Gärtnerin (1923) wurde in der diffamierenden Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt, das Bild ist seither verschollen. 1938 zog er sich mit Leonora Carrington nach St. Martin d'Ardèche in ein abgelegenes Bauernhaus zurück, wo trotz widriger Umstände wichtige Werke wie "Ein wenig Ruhe" und "Die faszinierende Zypresse" vollendet wurden.
Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht wurde er als "verdächtiger Ausländer" in mehreren Lagern interniert, aber nach einigen Wochen entlassen, ab Winter 1939 gerät er mehrfach wieder in Haft. 1941 gelangte mit Unterstützung der einflussreichen Mäzenin Peggy Guggenheim über Spanien und Lissabon in die USA, wo er bedeutenden Einfluss auf die junge Malergeneration ausübte. Hier heiratete er seine vormalige Freundin Guggenheim. Auch diese Ehe währte nicht lange.
1946 heiratete er in Beverly Hills die Künstlerin Dorothea Tanning. Im selben Jahr gewann er den Bel Ami Wettbewerb mit seinem Gemälde "Die Versuchung des heiligen Antonius". 1953 kehrte er nach Europa zurück. Auf der Biennale von Venedig 1954 wurde er mit dem großen Preis für Malerei geehrt.
Das Verhältnis zu seiner Geburtsstadt Brühl war nach mehreren Ereignissen vor dem Hintergrund seiner ersten deutschen Einzelausstellung in der Stadt 1951 lange Zeit getrübt. 1966 lehnte er die Ehrenbürgerschaft ab. Erstmals besuchte er Brühl wieder 1971, um der Einweihung des Max-Ernst-Brunnens vor dem Rathaus beizuwohnen. Im Jahr 1976 wurde Max Ernst mit dem Goslarer Kaiserring ausgezeichnet. Er starb einen Tag vor seinem 85. Geburtstag am 1. April 1976 in Paris. Begraben wurde er nach seiner Einäscherung im Columbarium des Friedhofes Père Lachaise zu Paris.

 

 

 

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