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MEG lässt Wetterballon in die Stratosphäre steigen

Am 24.03.2017 war es soweit. Nachdem die letzten Wolken verflogen waren und der Himmel fast vollständig blau strahlte, startete um 14:00 ein Stratosphäre Wetterballon der Fachschaft Physik, an dem Messinstrumente und Kameras befestigt waren, vom Sportplatz des MEG. Der Ballon ist wie vorhergesagt zunächst nach Westen geflogen. Er konnte bis auf eine Höhe von knapp 33.000 m aufsteigen, wo der Ballon schließlich platzte. Die gesamte Flugzeit betrug etwa 2:45 h. Dabei sank die Außentemperatur bis auf fast -52° C. Durch die Abwärme der Elektronik und der Akkus sowie die gute Isolierung durch das Styropor lag die minimale Innentemperatur jedoch lediglich bei +9° C.

Laut der Vorausberechnung sollte die Sonde 1,5 bis 2,5 Stunden später in der Nähe von Meckenheim landen. Als das Projektteam gegen 15:30 in einem Dorf bei Grafschaft ankam, konnte immer noch kein Signal der Sonde empfangen werden. Erst um 16:45 war es so weit. Als die Hoffnung schon fast aufgegeben war, gab es dann plötzlich doch ein Signal und das Team fuhr zu den Koordinaten, wo es in einem Waldstück die Sonde in ca. 20 Metern Höhe an einem Baum hängend fand. Nach mehreren Telefonaten mit der Forstwirtschaft stellte sich heraus, dass die Sonde am selben Tag nicht mehr zu bergen war. Daher fuhr das Team am  Samstagmorgen erneut zur Position der Sonde, wo sie ein Baumkletterer vom Baum holte. Leider stellte sich heraus, dass die GoPro-Kamera, welche den gesamten Flug filmen sollte, ihre Aufzeichnung nach ca. 45 Minuten einstellte. Da aber auch tolle Bilder von der Flugdrohne und hoffentlich eine interessante Zeitraffer-Aufnahme vom Befüllen des Ballons existieren, hält sich die Enttäuschung in Grenzen. (Dieser Fehlschlag motiviert eher zu einer Wiederholung des Experiments...)

Weiterhin gibt es die Möglichkeit den Flugverlauf virtuell unter http://doarama.com/view/1263290 nachzuvollziehen.

Die folgende Fotogalerie versammelt Fotos vom Start und Flug des Ballons.

 

Liebe Eltern und interessierte Gäste,

am Mittwoch, dem 29. März ist es soweit: Am MEG steigt die MINT-Show!

Die Junior-Ingenieure der Klasse 8 und 9 sowie der Projektkurs der Q2 zeigen, was sie in den letzten Monaten erarbeitet haben. Schwerpunkt sind nachhaltiges Handeln und intelligenter Einsatz von Ressourcen für eine ökologische Zukunft sowie Einblicke in die Astronomie. Erfahren Sie Hintergründe zu Treibhauseffekt und Klimawandel, erleben Sie „Wolken to go“ und grünen Strom aus Äpfeln, sehen Sie Niedrigenergie-Häuser aus nachwachsenden Rohstoffen und selbst gebaute Windturbinen. Lassen Sie sich außerdem mitnehmen auf eine intergalaktische Reise - von unserem Sonnensystem bis in die unfassbaren Weiten des Universums!

Von 16 Uhr bis 19 Uhr wollen die jungen Forscher Sie rund um den Loplop-Garten zum Staunen und Nachdenken bringen.

Wir freuen uns auf Sie!

Johannes Müller        Michael Breuer           Toni Bastgen

 

* MINT = Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik

Am Freitag, den 23.09.2016 fand das diesjährige Bonner Mathematikturnier statt. Das Team, bestehend aus Luca Poensgen (Q2), Sonja Kreuzberg, Jens Schrader, Konrad Böttger und Marleen Maxton (alle Q1) vertraten in der Bonner Uni-Mensa Nassestraße das Max-Ernst-Gymnasium.

Insgesamt 54 Teams, überwiegend von Schulen aus dem Rheinland, aber auch aus Frankfurt und Hannover waren zum Turnier angetreten und kämpften um den Sieg. Nach zwei anstrengenden und mathematisch anspruchsvollen Runden belegte das MEG-Team einen guten 8. Platz.

Das Bonner Mathematikturnier ist ein mathematischer Teamwettbewerb, der einmal jährlich zeitgleich in Bonn, Nijmegen (Niederlande) und Leuven (Belgien) ausgetragen wird.

Am Vormittag fand die sogenannten „Mathematische Staffel“ statt, bei der innerhalb einer Stunde möglichst viele Knobelaufgaben zu lösen sind.

Nachmittags ging es beim Wettbewerb „Sum of Us“ in 90 Minuten um Aufgaben zum Themenbereich „Geodäsie (Geometrie auf der Kugel) und Kartographie“. Gesucht wurde die beste Route im „Wettrennen zum Nordpol“. Auch diese Aufgabe bewältigte das MEG-Team souverän und sicherte sich verdient am Ende den 8. Platz. Herzlichen Glückwunsch an das ganze Team!

W. Engels

Am 8.6.2016 ist der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) Kurs der Klassen 8 von Herrn Dr. Müller zu Besuch in der Erich Kästner Realschule gewesen. Zunächst wurden wir von der Schulleiterin Frau Müller-Costard freundlich begrüßt. Anschließend wurde uns anhand einer PowerPoint Präsentation von Herrn Bergerhausen, dem leitenden Ingenieur der Geothermie Anlage, die Funktionsweise des Wärmetauschers und der eigentlichen Geothermie-Bauteile erläutert. Dabei wurden uns Fotos vom Bau der Anlage im Jahr 2009 gezeigt. Außerdem wurde uns das Prinzip der Anlage erörtert. Unter Geothermie versteht man drei verschiedene Methoden: Bei der ersten Methode sammeln Erdkollektoren in ca. 1,5 Metern Tiefe Erdwärme, welche durch Sonneneinstrahlung erzeugt wird. Diese Methode ist nicht sonderlich effizient, da sie sehr Temperatur abhängig und Raum einnehmend ist. So braucht man etwa das Doppelte der Fläche, die beheizt werden soll, als Fläche für die unterirdischen Kollektoren! Die zweite Methode der Geothermie ist die Grundwasser-Geothermie. Bei dieser Methode wird mithilfe von Grundwasser, welches durch die Tiefenwärme der Erde erwärmt wurde, Wärme gewonnen. Die letzte und in diesem Fall realisierte Methode bezeichnet man als sogenannte Tiefbohr-Geothermie. Dafür wurden Löcher mit einer Tiefe von ca. 150 m und einem Durchmesser von ca. 12 cm in die Erde gebohrt. In ein Loch werden Rohre eingelassen, die immer zu zweit unten mit einem Gewicht, welches auch als Halterung dient, verbunden sind. In den Rohren zirkuliert ein spezielles Medium zur Wärmeaufnahme. Die Löcher werden anschließend mit sehr flüssigem Beton verfüllt. Diese Methode ist besonders effizient, da sie wenig Platz benötigt und nicht von der Außentemperatur beeinflusst wird. Zusätzlich wurde uns der Wärmetauscher erklärt, dieser presst das erwärmte Medium auf ein kleineres Volumen, wodurch die Temperatur auf ca. 55 °C ansteigt. Damit können dann z.B. die Heizung oder Brauchwasser gespeist werden. Ein wichtiger Bestandteil des Wärmetauschers ist der Verdichter, welche für die Kompression verantwortlich ist. Nach dem Vortrag durften wir die Geothermie-Anlage dann auch besichtigen. Herr Bergerhausen erläuterte vor Ort nochmal die einzelnen Funktionen. Zum Schluss war noch Zeit für Fragen. Eine unserer Fragen lautete, wie lange eine Geothermie-Anlage hält: ca. 30 Jahre! Allerdings kommt man, falls ein defekt auftritt, nicht mehr an die Rohre heran und kann sie darum nicht reparieren, d.h. man muss dann diesen Teil der Anlage stilllegen.

Zusammenfassend war es ein äußerst interessanter und spannender Ausflug, bei der wir aus erster Hand eine umweltfreundliche, emissionsfreie und geräuschlose Technik zur Erzeugung von Energie durch regenerative Quellen kennengelernt haben, die es unserer Meinung nach noch viel zu selten gibt. Bleibt noch eine Frage offen:

Wann kommt die Geothermie zu uns ans MEG?

von:

Kai Reske, Kay Odermatt, Alexander Demakov, Joshua Wirtz & Yannik Schmitz (Grafik)

 

Marleen Maxton aus der 9d gewinnt „Mädchen und Technik-Preis“

Die Ansicht, dass Mädchen mit Technik nix am Hut haben, ist doch ein Vorurteil“, meint Marleen Maxton aus der 9d. „Technik und Naturwissenschaften sind halt von Männern dominiert – noch zumindest!“ Die Schülerin ist sich sicher, dass sie später einmal etwas im Bereich Mathe oder Informatik machen möchte. „Programmiererin vielleicht, für Simulationen von Windkanälen oder für Flugsimulatoren. Aber erst mal Mathe studieren“.

Marleen ist auf dem besten Weg dorthin, denn sie ist die diesjährige Preisträgern des „Mädchen und Technik-Preises“. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Lernpartnerschaft mit der Siemens-AG verliehen an die Jahrgangsbesten in den naturwissenschaftlichen Fächern. Da Marleen außer einer Zwei in Praktischer Philosophie nur Einsen auf dem Zeugnis hat, wurde ihr die Urkunde auf der Veranstaltung zur Verleihung der Förderpreise übergeben. Die Preisträgerin war ziemlich überrascht; Sie hatte erst kurz vor der Ehrung davon erfahren.

Als Anerkennung für ihre ausgezeichneten Leistungen nicht nur, aber insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern, erhält Marleen einen E-Book-Reader, der von unserem Lernpartner, der Siemens-AG, gestiftet wird. Den Reader kann sie gut gebrauchen: „Meine Eltern haben einen anderen Reader, der spiegelt aber viel zu sehr. Dieser hier ist besser.“ Auch in den Sommerferien dürfte Marleen somit gut mit Lesestoff versorgt sein. Der Reader hat ausreichend Speichplatz für jede Menge Fachliteratur.

Redaktion Megafon

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