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Am 26., 27. und 28. 05.2008 sahen wir neue Aufführungen der Theater-AG:
 „Mensch, sei du selbst!“ ist die zentrale Aussage des Dramas „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen, das die Theater-AG des Max-Ernst-Gymnasiums zur Zeit probt.
Peer Gynt, ein junger Mann aus Norwegen, der voller Phantasie ist und zwischen Phantasie und Realität nicht immer trennen kann, stößt mit „Lügen“ seine Umwelt vor den Kopf und nimmt vieles nicht so ernst, wie man es eigentlich nehmen müsste. Immer, wenn es darum geht, zu seinen Taten zu stehen oder Verantwortung zu übernehmen, flieht er und entzieht sich. Auch Frauen gegenüber ist er unfähig, eine Bindung einzugehen. Nur ein Mädchen, das von ihm ebenfalls versetzt wird, steht zu ihm und wartet auf seine Wiederkehr, Solveig. Aus seinem Heimatdorf, wo er sich so unbeliebt gemacht hat, dass man ihn nur noch verprügeln will, flieht er in das Reich der Trolle, lässt sich mit der Tochter des Bergkönigs ein, will sie heiraten, muss dazu aber zu einem Troll „umgearbeitet“ werden. Auch dieser Situation kann er sich knapp durch Flucht entziehen. Schließlich muss er auch Europa meiden und geht nach Afrika zu den Beduinen, wo ihm die Wüstentochter Anitra böse mitspielt. Von seinem Wunsch getrieben, ein „großer“ Mensch, ein Kaiser zu werden, landet er schließlich im Irrenhaus von Kairo. Hier wird ihm erstmals klar, was Menschsein bedeutet. Schließlich kehrt er in seine Heimat Norwegen zurück, wo Solveig immer noch auf ihn wartet, aber der Schluss ist nicht so, wie ihn vielleicht harmoniesüchtige Zuschauer erwarten.
„Peer Gynt“ ist vor allem durch die Orchestersuite von Edvard Grieg bekannt, die aus der viel umfangreicheren Bühnenmusik Griegs entstanden ist. Diese ursprüngliche Bühnenmusik wird von der Theater-AG mit eingearbeitet in eine Aufführung mit romantischen Märchenelementen und spannungsgeladenen Massenszenen.
Die Schülerinnen und Schüler, die viel Freizeit in das Projekt investiert haben, freuen sich auf Euren / Ihren Besuch!
Regie führen Freimut Eschner und die Schauspielerin Perpetua Keller, eine ehemalige Schülerin des Max-Ernst-Gymnasiums.

Premiere: 26.05.08, 19.30 Uhr, Aula des Max-Ernst-Gymnasiums Brühl, Rodderweg 66
Weitere Aufführungen: 27. u. 28.05. jeweils 19.30 Uhr, Aula des MEG
Eintritt: € 3,-/5,-

Probenfoto

 

 

 

Eine schwarze Komödie von Norbert Franck


Aufführungen vom 18. und 19. Juli 2011 des Theaterkurses „Deutsch-Kunst“
Regie: Johannes Höfer – Bühnenbild: Marina Kapelle

Der Wahlpflichtkurs Theater („Deutsch-Kunst“) war, wie üblich an unserer Schule, ein Zweijahresprojekt. Im Schuljahr 2009/10, als die Teilnehmer in Klasse 8 waren, lernten sie Maskenbau, Kostümkunde und so weiter in den Kunststunden; in den Deutschstunden standen Schauspielübungen, szenische Improvisationen (auch mit den selbstgefertigten Masken) und anderes auf dem Programm. Am Ende des ersten Jahres überlegten wir, welches Stück im folgenden Jahr gespielt werden sollte. Die Mehrheit entschied sich für Norbert Francks Drama „Die Frauen von Killing“, eine Komödie, die sich an Motive des Kinofilms „Lang lebe Ned Divine“ anlehnt. Im Schuljahr 2010/11, als die Schüler in der 9. Klasse waren, begann dann die Probenarbeit.

Zum Inhalt des Stückes: In das Dorf Killing schlägt wie ein Meteor ein sagenhafter Lottogewinn ein, was einer Naturkatastrophe, d.h. einer Katastrophe für die schwache menschliche Natur gleichkommt. Die Gewinnerin, ein arrogantes Aas, hat ein Verhältnis mit dem Leiter des Kirchenchores, was zum Frieden in Killing nicht beiträgt, da seit einem Busunglück in dem Ort Männermangel herrscht. Glücklicherweise bricht sie sich bei einem Treppensturz das Genick, und so müssen die anderen Sängerinnen des Kirchenchores eine Tiefkühltruhe und die Zwillingsschwester der Toten auftreiben, um an den Jackpot zu kommen. Wie gut, dass der Chorleiter – der einzige Überlebende des Busunglückes – einen mittelschweren Dachschaden hat: so merkt er nicht sofort, daß seine geliebte Annette gar nicht Annette, sondern die ihr gar nicht ähnliche Schwester Greta ist! Auch der Mann von der Lottogesellschaft muß hinters Licht geführt werden, doch er ist sehr mißtrauisch, als er den Millionenscheck überbringt. Immer mehr Menschen müssen eingeweiht werden, darunter der christdemokratische Bürgermeister und der Pfarrer, der Moral und Prinzipien hat. Sein Widerstand schmilzt, als seine Haushälterin ihm vorrechnet, daß er von seinem Anteil z.B. eine neue Glocke kaufen kann. Tja, und dann taucht da noch eine Kommissarin auf...

Wie verteilt man 12 Rollen auf 26 Schüler? (Wenigstens gab es viel mehr Frauenrollen, ein Vorteil bei nur fünf männlichen Kursteilnehmern!) Das Problem wurde gelöst, indem wir in die eigentliche Komödie zusätzliche Szenen einbauten, die in Stummfilmmanier die Geschehnisse in Killing ironisch spiegeln. So ging der Szene, in der Edwin Steiner von der Lottogesellschaft der falschen Annette den Gewinn überbringt, ein melodramatischer Stummfilm voran, in der ein Heiratsschwindler einem einfältigen Mädchen den Lottogewinn abluchst. Vor die Szene, in der die Frauen von Killing Annettes Leiche finden, schalteten wir den Stummfilm „Ein entsetzlicher Fund“. Darin reagieren die Mitglieder eines Chores beim Fund einer Leiche klischeehaft panisch. Wir wollten so einen Kontrast zu den unterkühlt reagierenden Frauen von Killing herstellen, die Annettes Leiche fleddern, um an den Lottoschein zu kommen, und überlegen, wie sie die Tote unauffällig entsorgen können. Den Stummfilmeffekt erzielten wir mittels Stroboskop; die Spieler trugen nur schwarze und weiße Kleidung. Klimpermusik und eingeblendete Texttafeln rundeten den Effekt ab.

Viel Spaß beim Betrachten der Aufnahmen von den Aufführungen! Alle Fotos von: Georg Dorando.

 

 

 

 

Neue Theateraufführung

Ab 20.06.11 am MEG: "Der Troja-Komplex – oder: Niemand hat die Absicht einen Krieg zu führen“ (Giraudoux, Euripides)

Die Theater-AG des Max-Ernst-Gymnasiums gestaltet einen Abend mit zwei Stücken: der Komödie „Kein Krieg in Troja“ von Jean Giraudoux und der antiken Tragödie „Die Troerinnen“ von Euripides.

Wer kennt sie nicht, die Mythen um den schönen Paris und seine Geliebte Helena, die schönste Frau der Welt, deren Beziehung den Trojanischen Krieg und den Untergang des trojanischen Reiches zur Folge hat? Dieser skandalösen, spannenden, sagenumwobenen und schockierenden Geschichte des Trojanischen Krieges wird die Theater AG des Max-Ernst-Gymnasiums ihre nächste Aufführung mit dem Titel „Der Troja-Komplex - Niemand hat die Absicht einen Krieg zu führen“ widmen.
Die Besonderheit der Theaterabende liegt darin, dass zwei thematisch zusammenhängende Dramen stark gekürzt aufgeführt und über die Besetzung in einen Zusammenhang gebracht werden.
Beim ersten Stück handelt es sich um die Komödie „Kein Krieg in Troja“ des französischen Dramatikers Jean Giraudoux, die vor dem Trojanischen Krieg spielt.
Das Dilemma der geteilten Gesellschaft in Troja, einerseits Krieg führen und ihn andererseits verhindern zu wollen, steht im Mittelpunkt der Komödie. Auslöser für den anfänglichen Konflikt ist die Entführung der (verheirateten!) Helena durch Paris, die Troja sowie Griechenland in Aufruhr versetzt. Alle bemühen sich unter Hektors Leitung Helena den Griechen zurück zu geben, schließlich willigen sogar Ajax und Odysseus ein, doch am Ende gewinnen die Kriegspropagandisten, das Unheil nimmt seinen Lauf.
Das zweite Stück setzt genau nach diesem Krieg ein: Troja liegt in Schutt und Asche, die Männer sind tot und die Frauen werden versklavt und verschleppt. „Die Troerinnen“ von Euripides, einer antiken Tragödie von 415 v. Chr., zeigt die Leiden der Frauen nach dem Krieg und die Vernichtung der verbliebenen trojanischen Gesellschaft.
Die Grausamkeit, die das besiegte Volk Trojas erleiden muss, zeigt sich auch im inhaltlichen Höhepunkt der Tragödie: Der letzte Thronfolger, ein kleines Kind, wird von den Griechen ermordet, damit Troja nie wieder zur alten Größe aufsteigen kann.

Die Theater-AG des Max-Ernst-Gymnasiums, die viel Freizeit in dieses Projekt investiert hat, wird die beiden Stücke sehr kontrastierend inszenieren und freut sich auf Ihren Besuch.

Regie führen der Deutschlehrer Freimut Eschner und die Englischlehrerin Yvonne Kreckel.

Premiere: 20.06.10, 19:30 Uhr, Aula des Max-Ernst-Gymnasiums, Rodderweg 66
weitere Aufführungen: Di. 21.06. und Mi. 22.06.10, jeweils 19:30, Aula des MEG
Eintritt: 3,- / 5,- €

 

Ab 14.6.2010 am MEG: "King Arthur" von Henry Purcell

Die Theater-AG und das Orchester des Max-Ernst-Gymnasiums führen die Oper „King Arthur“ von Henry Purcell auf.

Wer kennt sie nicht, die Arthus-Sage, die Ritter der Tafelrunde, den Gral und Parzival!
Dieser Stoff wurde seit dem Mittelalter immer wieder bearbeitet und ist auch schon in Hollywood angekommen. Es ist der in die Weltliteratur eingegangene Gründungsmythos Großbritanniens, den der englische Komponist Henry Purcell nach dem Libretto von John Dryden zu einer Oper formte. Anlass für die Uraufführung am Londoner Dorset Garden war die politische Ehrung des englischen Königs William III 1691 als Einiger Britanniens in der Nachfolge von King Arthur, und so muss man von dieser Oper nicht allzu viel moralischen Tiefgang erwarten: Oswald, König der Sachsen und Heide, der noch an Wotan, Thor und Freya glaubt, rüstet sich zur Schlacht mit den christlichen Engländern, die er aber, dem Zauberer Merlin sei Dank, verliert. Er kann aber die blinde Emmeline entführen, die schöne Tochter des Herzogs von Cornwall, die König Arthur versprochen ist. Nach vielem Hin und Her und dem Eingreifen der Zauberer Merlin und Osmond kommt es natürlich zum guten Ende: Emmeline kann wieder sehen und wird von Arthur geheiratet, Oswald wird Herzog von Kent, das britische Reich wird geeint, und die anderen Bösen kommen in den Kerker.
Die Theater-AG, der Chor und das Orchester des Max-Ernst-Gymnasiums werden diese Oper, die viele reine Schauspielszenen hat, als märchenhafte Komödie inszenieren und freuen sich auf ihren Besuch.
Regie führen der Deutschlehrer Freimut Eschner und die Schauspielerin Perpetua Keller, die musikalische Einstudierung und Leitung hat der Musiklehrer Klaus-Jürgen Schleimer-Schmitz.

Premiere: 14.06.10, 19:30 Uhr, Aula des Max-Ernst-Gymnasiums, Rodderweg 66
weitere Aufführungen: Di. 15.06. und Mi. 16.06.10, jeweils 19:30, Aula des MEG
Eintritt: 3,- / 5,- €

Ein selbst entwickeltes Stück, aufgeführt von dem Differenzierungskurs Deutsch/Kunst der Jahrgangsstufe 10

Wahnsinn begegnet uns jeden Tag, und auch am Max-Ernst-Gymnasium. Doch wo endet der alltägliche Wahnsinn, wo fängt der eigentliche Wahnsinn an? Woher weiß man, ab wann jemand noch normal oder schon wahnsinnig oder gar verrückt ist? Genau das ist die Frage, um die es in diesem Stück geht. Diese Frage stellte sich der diesjährige Differenzierungskurs Deutsch/Kunst der Jahrgangsstufe 10, um daraus ein Theaterstück zu machen.
Doch wie kommt man zu diesem Thema und wie macht man daraus ein eigenes abendfüllendes Stück? Wir setzten uns mit unserem Kurs zusammen, warfen ein paar Begriffe in den Raum und entschieden uns schließlich für das Thema Wahnsinn. Denn Wahnsinn ist mit allem zu verbinden: Mit Shopping, mit Schönheit, mit Bürostress, Schule und den alltäglichen Dingen des Lebens. Wahnsinn begegnet uns eben jeden Tag und überall. Wir begannen also zum Thema „Wahnsinn“ zu improvisieren, der Anfang einer jeden kleinen Verrücktheit wurde bei uns gesteigert, um schließlich beim Wahn im Sanatorium zu enden. Auf einer Probenfahrt brachten wir diese über Improvisationen erarbeiteten Szenen in einen Handlungsrahmen und machten daraus ein geschlossenes Stück in einer geschlossenen Anstalt.
Die Handlung: wird nicht verraten, aber wir können versprechen, dass es spannend und turbulent zugeht und dass es einige überraschende Wendungen gibt, denn der Wahnsinn lässt sich ja nicht vorausberechnen, und wer weiß, ob Sie vielleicht hinterher auch nicht mehr normal sind!
Am 25. und 26. Januar 2010, jeweils 19:30 Uhr sind sie herzlich eingeladen in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums einen Blick in den Wahnsinn werfen zu können. In unserem Stück „Tag der offenen Tür – bist Du denn des Wahnsinns?“ erleben sie den puren Wahnsinn in seiner gefühlvollsten und witzigsten Art.
Regie führen die beiden Leiter des Kurses, Freimut Eschner (Deutsch) und Gesa Eversmeyer (Kunst).
Wir hoffen, Sie an diesen beiden Abenden zum Lachen, aber auch zum Nachdenken zu bringen. Wir hoffen, dass Sie dabei sind!

Eintritt: 2€ für Schüler; 4€ für Erwachsene

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