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Am 28. Und 29. Mai zeigte die Schulgemeinde anlässlich des 150-jährigen Jubiläums jeweils um 19 Uhr in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums eine große Revue. An beiden ausverkauften Abenden wurde ein musikalisch-theatralisch-tänzerisches Fest für die Sinne geboten – ein Ausflug mit kreativen Stationen von 1865 bis heute. In zahlreichen Darbietungen vollzogen das Schulorchester, Schulband, mehrere Chöre, Solo-Sänger, Tänzer und Theatergruppen eine Zeitreise durch 150 Jahre Schulgeschichte. Die Auftritte wurden in den vergangenen Wochen unter der federführenden Regie von Freimut Eschner und unter Beteiligung aller Musiklehrer und einer Choreographin aufwendig einstudiert. Insgesamt 197 Schülerinnen und Schüler waren an den Auftritten beteiligt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stella Willmann (Q1) und Anneke Nolte (Q1), die durch ihre gekonnten Überleitungen, intelligent-frechen Anmerkungen und pointierten Einwürfe auf amüsante Weise zum Gelingen der Abende beitrugen.

Die Feier begann mit der frisch komponierten MEG-Hymne, bei der auch das Publikum mitsingen durfte. Es folgte ein humorvoll inszeniertes Geburtstagsständchen, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihrem 150-jährigen Geburtstagskind, dem MEG, dem hohen Alter angemessene Geschenke – wie etwa einen Rollator – überreichten.

 

Die Kaiserzeit wurde durch einen kreativ getanzten Walzer angedeutet. Danach spielte die Theater-AG eine Lehrerkonferenz aus der Epoche nach. Die heitere Stimmung, die durch die Darbietungen entstand, wurde jäh unterbrochen, als die Aufführung eines jüdischen Volksliedes durch NS-Schergen gestört wurde: Wir waren in der Nazizeit angekommen. Nun folgten Aufführungen, in denen traurige und nachdenklich machende Elemente einander abwechselten. Der Ton wurde rauer, so etwa in der nachgestellten Lehrerkonferenz aus der Zeit des Nationalsozialismus, in der ein Schüler aufgrund einer pazifistischen Bemerkung, die er in einer Zeitschrift geäußert hatte, vorgeführt und in schärfster Weise zurechtgewiesen wurde. Die dargestellte Situation war nicht aus der Luft gegriffen: Es hat die Konferenz wirklich an unserer Schule gegeben und das Dargestellte beruht auf Protokollen aus der Zeit.

Das Bedrückende wich dem Gefühl der Traurigkeit, als der Chor eine von ansteckender Schwermut geprägte Interpretation des Soldatenliedes „Lili Marleen“ darbot. Auf sehr passende und niveauvolle Weise gelang so die Einbindung der schwierigen Epoche des Nationalsozialismus und auch der Übergang in die Besatzungszeit, in der etwa der Swing der 50er oder Edith Piafs „Je ne regrette rien“ dargeboten wurden.

Richtig lustig wurde es spätestens in den frühen 70er Jahren, die durch einen im Hippie-Dress mit langen Perücken, Batik-Shirts und Sonnenbrillen gekleideten und über 80 Mitglieder umfassenden SELE-Chors aus SchülerInnen, Eltern, Lehrern und Ehemaligen eingeleitet wurden. Präsentiert wurden Hits und tänzerisch-theatralische Einlagen aus dem Musical „Hair“.

Nicht nur den Star Wars Fans im Publikum wurde danach bewusst, dass wir in den 80ern angekommen waren: Das Orchester spielte das „Star Wars Theme“ und ein aus der Anfangssequenz des Films bekannter, leicht abgeänderter Text wurde auf die Leinwand projiziert. Es folgten ein Hit der Jackson Five und ein 80er-Jahre-Medley, gesungen vom Six-to-Nine-Chor der Stufen 6 bis 9. Der Hit „Männer“ von Herbert Grönemeyer wurde auf „Lehrer“ umgedichtet und sorgte wieder für viele Lacher, genauso wie eine moderne Lehrerkonferenz, gespielt von ehemaligen und aktuellen Lehrkräften. Die Darstellung des alltäglichen Wahnsinns an der Schule und innerhalb eines Kollegiums kam hier besonders witzig rüber. Zum Abschluss wurde nochmal mitgesungen, diesmal auf Kölsch - schließlich wurde der Geburtstag einer „Perle des Rheinlands“ gefeiert.

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