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Am 29.September begann das Abenteuer. Mit Frau Kirst und Frau Lorenzen an unserer Seite flogen wir für zwei Wochen in den Senegal.

Am Brühler Bahnhof begann die Reise: ausgestattet mit sechs Rollen Klopapier, Studentenfutter, Spätzle und Moskitonetz machten wir uns auf den Weg ins Unbekannte. Nach der 8-stündigen Reise wurden wir in unserer Partnerschule in Mbao, 10km von der Hauptstadt Dakar entfernt, herzlich von unseren Austauschschülern empfangen. Nach einer kurzen Willkommensrunde ging es per Taxi oder zu Fuß zu den Gastfamilien. Am ersten Tag erkundeten wir die Schule und Mbao. Mittags aßen wir auf senegalesische Art und Weise das senegalesische Nationalgericht „Thiebou Dieune“ (scharfer Reis mit Gemüse und Fisch). Das gemeinsame Essen aus einem Teller stärkte das Gemeinschaftsgefühl.

Witzig zu erleben war das völlig andere Zeitgefühl, welches zwischen zwei Stunden zu früh oder zu spät sein variierte. Ein Afrikanisches Sprichwort lautet: „ Wir haben die Zeit und ihr habt die Uhr.“

Von den Gastfamilien wurden wir alle sehr nett aufgenommen, auch wenn teilweise kleine Kommunikationsprobleme auftraten. Die in der Region von Dakar gesprochene Landessprache „Wolof“ wird von nahezu allen gesprochen, während Französisch im Alltagsleben untereinander eher selten zu hören ist. Ein bisschen Wolof sprechen wir jetzt auch!

Die ersten fünf Tage verbrachten wir in Gastfamilien. Schnell fühlten wir uns in den Familien, den unser Wohlbefinden sehr am Herzen lag, willkommen und gut aufgenommen. Sie begegneten uns mit viel Toleranz und Neugierde, auch in Bezug auf Vegetarismus.

Im Kontrast zu unserer Kultur „Fühl dich wie Zuhause“ gilt dort eher „Der Gast ist König“. Der Lebensstandard in den Familien ist sehr unterschiedlich, vom Stehklo bis zum uns vertrauten WC, vom eigenen Zimmer für uns als Gast bis zum gemeinsamen Bett mit der senegalesischen Austauschpartnerin haben wir alles kennen gelernt. Nicht überall und immer gab es fließendes Wasser, der Strom fiel gelegentlich aus, was bei tropischen Temperaturen dazu führte, dass der Ventilator nicht funktionierte, Klimaanlagen gab es nur selten. Wir haben uns schnell daran gewöhnt mit weniger Komfort zu leben und wissen diesen nach unserer Rückkehr umso mehr zu schätzen.

Tagsüber unternahmen wir gemeinsam Ausflüge, wie zum Beispiel die Besichtigung der ehemaligen Sklaveninsel Île de Gorée oder des Lebensmittelmarktes in Mbao. Da die Reise unter dem Thema „Ernährung“ stand passte auch der Besuch einer Fischfabrik gut ins Programm.

Nach fünf Tagen ging es dann, nur mit den deutschen Teilnehmern, in eine Gemeinschaftsunterkunft am Meer, in der wir auch unseren deutschen Abend mit Knödeln, Spätzle und Marzipankartoffeln, veranstalteten. Trotz der Skepsis bei den Hauptgängen, kamen die Süßigkeiten und die anschließenden Tänze, wie Macarena und „Das Fliegerlied“ gut an. Die letzten 5 Tage haben wir dann wieder in Gastfamilien verbracht.

Gemeinsam mit den senegalesischen SchülerInnen haben wir einen Klassenraum renoviert, einen Loplop und den Kölner Dom an der Wand hinterlassen und gelernt uns mit senegalesischer Improvisationskunst zu arrangieren. Mit einem Teil des an „Ein Tag für Afrika“ erarbeiteten Geldes konnten wir Schulbücher und einen CD-Player für die Schule kaufen. Die Freude über diese Spende war riesig, denn in Klassen mit bis zu 60 SchülerInnen hat längst nicht jeder sein eigenes Buch. Beim Goethe-Institut kauften wir zu einem günstigen Preis Deutschbücher, aber auch ein Stapel Mathebücher erfreute den Bibliothekar.

Die Safari, bei der wir Giraffen, Zebras und Antilopen beobachten konnten, war definitiv einer der Höhepunkte im touristischen Programm.

Ein Besuch bei der deutschen Botschaft in Dakar und ein Essen beim Bürgermeister von Mbao mit seinen beiden Frauen und zahlreichen Kindern gewährten uns Einblicke in die internationale und lokale Politik.

Der Abschied nach den zwei erlebnisreichen Wochen war sehr traurig und wir hoffen sehr die Senegalesen nächstes Jahr in Brühl begrüßen zu können. Viele von uns werden dann das MEG mit dem Abitur in der Tasche verlassen haben, aber ab sofort haben die SchülerInnen der Jahrgangsstufen EF die Chance, in der Senegal AG mitzumachen und an diesem besonderen Austauschprogramm teilzunehmen.

Wer Interesse an der Mitarbeit und dem Austausch hat, wendet sich bitte an Frau Lorenzen oder Frau Kirst, die in den Pausen meistens in den Räumen 105 oder 106 zu finden sind.

Malena Droste, Stella Willmann, Dagmar Lorenzen für die Senegal AG


 

 

 

Vom 19.10. – 01.11.2014 werden uns erstmalig acht SchülerInnen, ihr Deutschlehrer Libasse Ndour und die Schulleiterin des Lycée Abdoulaye Sadji, Frau Fatimatou Sira Sarr besuchen. 

Das Lycée, das entspricht unserer Oberstufe, befindet sich in Rufisque, einer kleineren Stadt in der Nähe von Dakar, der Hauptstadt des Senegal.

Alle diese SchülerInnen, die bei SchülerInnen des MEG untergebracht sind, lernen in ihrer Schule Deutsch, ihrer dritten Fremdsprache. Die meisten von ihnen haben ihr Land vorher noch nicht verlassen, für sie wird alles bei uns neu und ungewohnt sein.

Vor einem Jahr haben sieben SchülerInnen des MEG mit Frau Lorenzen, die diese Begegnung ins Leben gerufen hat, und Herrn Dr. Müller zwei sehr erlebnisreiche Wochen im Senegal verbracht. Besonders beeindruckt waren wir von der überwältigenden Gastfreundschaft, die uns entgegen gebracht wurde.

Wir freuen uns jetzt sehr, dass wir diese neue Freundschaft vertiefen können und hoffen, dass alle unseren Besuch mit offenen Armen und voller Neugierde empfangen.

Dagmar Lorenzen


Liebe SchülerInnen der Jgst. 9,EF,Q1,


die Senegal-AG wird sich bis zu den Sommerferien an folgenden Terminen jeweils montags um 15:00 Uhr treffen:

  • 12.05
  • 19.05.
  • 02.06.
  • 16.06.

Wir treffen uns in Raum 302 jeweils für 90-120 Minuten.
Alle, die daran interessiert sind den zweiwöchigen Besuch einer SchülerInnengruppe aus dem Senegal unmittelbar nach den Herbstferien mit vorzubereiten und eventuell auch eine/n senegalesische/n Schüler/in aufzunehmen, sind herzlich eingeladen an der AG teilzunehmen.
Gerne könnt ihr mich für weitere Informationen ansprechen; in den Pausen findet ihr mich meistens in Raum 105.

Ich freue mich auf euer Kommen

D. Lorenzen

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