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Unsere Zukunft. Was wird sein? Wie stellen wir sie uns vor? Die meisten Leute stellen sich unter der Zukunft schwebende Autos, Hochhäuser und moderne Technik vor. Aber ist das die einzige Möglichkeit, wie unsere Zukunft aussehen kann?

Der WPII-Kurs unter der Leitung von Frau Schuppik und Frau Hagenkort führte am 22. und 23.6. in der Aula das Science-Fiction-Theaterstück „Infiziert“ von Peter Haus auf. Es beschreibt eine andere, eher düstere Zukunftsvision. Freiheit und Individualität sind dort Fremdwörter. Die fatalen Folgen der Umweltverschmutzung und des Klimawandels sind deutlich zu spüren und es herrscht eine sehr große Ressourcenknappheit, weswegen Europa in viele Kriege verwickelt ist. Die Gesellschaft ist in zwei Schichten eingeteilt. Die Infizierten und die nicht Infizierten. Die Infizierten werden von den anderen gemieden, weil sie Angst haben sich anzustecken. Dennoch kommt es immer wieder zu Kontakten zwischen den beiden Gruppen. Zum Beispiel in den Wohnanlagen oder im Institut, einer Einrichtung, die mit unserer heutigen Schule vergleichbar ist. Dort werden beide Schichten gemeinsam unterrichtet und so lernen sich auch Mat, ein nicht Infizierter, und die infizierte Mara kennen und kommen sich näher. Jedoch ahnt Mat noch nicht, wie gefährlich diese Freundschaft für ihn und seine Familie sein wird. Durch Mara erfährt er, dass die „Infizierten“ keine Krankheit haben, sondern „Wissende“ oder „Eingeweihte“ sind, denen bewusst ist, dass das Volk von der Regierung belogen wird. Die „Gesunden“ wissen nicht, dass es eine Vergangenheit mit reiner Luft, ungefährlichen Sonnenstrahlen und schöner Natur gegeben hat. Sie werden im Glauben gehalten, nur in ihrer Zivilisation sei Leben lebenswert. Die Völker an der kriegerischen und von Flüchtlingsströmen geprägten Südgrenze müsse man militärisch abwehren. Auch die innen- und umweltpolitischen Versäumnisse werden durch Propaganda überspielt: Ein Recht auf Arbeit habe es noch nie gegeben, Arbeit sei schon immer sehr knapp gewesen, und den ausgestorbenen Wäldern und Wildtieren solle man nicht nachtrauern, denn Natur sei Platzverschwendung und Rehe seien hässliche Monster gewesen.

Einmal eingeweiht, wächst Mats Hunger nach der Wahrheit. Doch seine Infektion – oder besser Erleuchtung – bleibt von den mit allumfassender Kontrolle ausgestatteten Regierungsorganen nicht unbemerkt. Am Ende wird auch Mat als „Infiziert“ abgestempelt und von seiner Familie getrennt.

Ein nachdenkliches und wirklich toll gespieltes Stück mit erschreckenden Bezügen zur Gegenwart, in der viele Grundzüge der dargestellten Probleme bereits erkennbar werden. Die Fragen der Zuschauer waren am Ende nicht nur zu erahnen, sie wurden auch ausgerufen, von den Schauspielern, die sich im Publikum verteilt hatten: „Was ist mit unserer Zukunft? Was ist mit dem Klimawandel? Den Kriegen und Flüchtlingskrisen? Der Umweltzerstörung und dem Artensterben? All den ungelösten Problemen der Gegenwart? Hat unsere Erde überhaupt eine Zukunft?“

 

Begeben wir uns nun auf eine Reise in die Zukunft. Genauer gesagt  in das Jahr 2091, denn zu dieser Zeit spielt auch das Science-Fiction Theaterstück ,,Infiziert“ von Peter Haus. Zentrale Themen des Stückes sind Freundschaft, Vorurteile und Verrat sowie die fatalen Folgen der Umweltverschmutzung.

Im Gegensatz zu heute hat sich das Leben stark verändert. Es ist wegen der starken Klimaveränderung untersagt sich ohne Schutzkleidung draußen aufzuhalten. Insgesamt herrscht eine große Ressourcenknappheit. Das Stück spielt in einem Überwachungsstaat und die Gesellschaft ist in zwei Schichten unterteilt - die sogenannten „Infizierten“ und die „Nicht - Infizierten“. Die Infizierten werden von den anderen gemieden, weil die Nicht - Infizierten Angst haben, sich anzustecken.

Im Institut, in dem sowohl ,,Infizierte‘‘ als auch ,,Nicht – Infizierte‘‘ zusammen unterrichtet werden, lernen sich Mat und die Infizierte Mara ein wenig besser kennenlernen und freunden sich schließlich an. Jedoch ahnt Mat noch nicht, wie gefährlich diese Freundschaft sein wird…

 

 

Von seiner Irrfahrt - der Odyssee - und von der Auseinandersetzung des Individuums (hier Odysseus, aber auch Telemachos und Penelope) mit den Schicksalsmächten, die hier von den Göttern verkörpert werden, erzählen die Figurentheatergruppe des Max-Ernst-Gymnasiums Brühl und die Theatergruppe Tam-Tam des Albertus-Magnus-Gymnasiums Köln-Ehrenfeld an Hand einiger Szenen aus der Odyssee von Homer.

Gleichzeitig wird die Problematik in die Gegenwart projiziert oder umgekehrt: Wir entdecken in der Gegenwart Elemente der Odyssee. Auf verschiedenen Ebene werden die Geschichten erzählt: im Figurentheater, im Schattenspiel, mit Fotografien und Filmen oder durch Sprechtheater.

So entstand eine Collage zu diesem Thema, mit Originaltexten von Homer,  aber auch Bearbeitungen von Botho Strauss, Schimmelpfennig, Ad de Bont und eigenen Texten, mit Fotos und Filmsequenzen aus Ehrenfeld, Odysseusverfilmungen und dem "andalusischen Hund" von Dali/Bunuel. Und so werden die verschiedenen Ebenen der Antike und der Gegenwart miteinander verwoben. Es ist unser Beitrag zum Theaterfestival "lingue in scena" in Turin, zu dem die beiden Gruppen dieses Jahr eingeladen worden sind.

Die Premiere in Köln:

Mittwoch, den 24.05.2017
19:00

Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums Köln-Ehrenfeld, Ottostr. 87

zusammen mit der „Odyssee“, die das Lycee Louis-Pasteur, Partnerschule des Albertus- Magnus-Gymnasiums aus Lille inszeniert

Die Aufführung in Brühl:

Donnerstag, den 25.05. 2017 (Himmelfahrt)
19:30

Galerie am Schloss
Brühl, Schloßstraße 10

ebenfalls zusammen mit der Odyssee-Inszenierung des Lycee Louis-Pasteur aus Lille

Wenn das Shakespeare wüsste...

William Shakespeare: Dramatiker, Lyriker, Schauspieler, genialer Autor der bedeutendsten, meistaufgeführten und verfilmten Bühnenstücke der Weltliteratur. Ein ganz besonderer Mix aus insgesamt 16 Stücken des elisabethanischen Meisters wurde am 14., 15. Und 16.02. in der Aula des MEG dargeboten. Unter Leitung von Yvonne Kreckel und Gesa Eversmeyer hatte die Theater-AG lange geprobt, Kostüme geschneidert und am Bühnenbild gebastelt, um am Ende ein Stück zu präsentieren, das den Vergleich mit anderen modernen Adaptionen kommerziell betriebener Theater nicht scheuen musste. Wenn das Shakespeare wüsste!

Da ist zunächst das Bühnenbild: Im Halbkreis aufgestellte Bücherregale bilden ein Bücher-Universum, das die ganze Bühne einnimmt. Rund zweitausend Bücher hatte die AG dafür ausgeweidet und in die Regale geklebt, um den Gewichtsbeschränkungen für die Bühne und den Sicherheitsregeln der Schule gerecht zu werden. Der Halbkreis ist eine Hommage an das Globe-Theatre in London. Die Bücher erinnern einerseits an die literarische Bedeutung Shakespeares, andererseits sorgen intelligente Lichteffekte für leuchtende Buchrücken und verbinden so – passend zur Interpretation der Darbietungen – die Klassik mit der Moderne.

Wie führt man nun an einem Abend 16 Stücke des Poeten auf? Ganz einfach: Indem man sie transferiert in Unterrichtsstunden, Raps, Gute-Nacht-Geschichten, Gerichtsverhandlungen oder Zeitreisen, einiges davon nochmal untereinander und miteinander vermischt und verbindet, die Schauspieler in teils klassisch, teils hypermodern, teils „assi“ anmutende Kostüme steckt und das Ganze mit Diashows, Rauch-Effekten und einer guten Prise echt beeindruckenden schauspielerischen Talents mischt. Heraus kommt eine erfrischende Mischung von Shakespeare, wie man ihn garantiert noch nie gesehen hat. Wenn das Shakespeare wüsste!

Die Begeisterung des Publikums wurde am Ende im tosenden Applaus hörbar und spürbar. Weder Theater-AG, noch Schulleitung übernahmen am Ende die Verantwortung für einen eventuellen Bildungszuwachs oder eine Überdosis an Eindrücken. Und wenn Shakespeare das wüsste? Er wäre vermutlich begeistert von dem, was Schüler und Lehrer da gemeinsam auf die Beine gestellt haben.  Vielleicht wäre er aber auch „geflasht“  und verängstigt durch die Überdosis an Eindrücken. Gut, dass für diesen Fall auf der Bühne eine Zeitmaschine bereitstand.

 

 

 

Wenn der Name Shakespeare aufkommt, suchen viele das Weite: Erinnerungen an langweilige Schullektüren und altbackene Sprache kommen auf. Genau deswegen hat die Theater AG dieses Jahr 15 Stücke Shakespeares gekürzt, umgeschrieben und humorvoll neu interpretiert. In Alltagssituationen, so, wie die Geschichten heutzutage stattfinden könnten, erzählen die Schüler die Geschichten von Hamlet, Romeo und Julia, Othello und vieler weiterer: als Rap-Battle, im Klassenzimmer, in einer Bar oder in einer Talkshow. So hat man Shakespeare noch nie gesehen.

Nach einer Probenfahrt im November und einer intensiven Probenphase im Januar/Februar stehen die Schüler der AG nun am 14., 15. & 16.02.2017 auf der Bühne der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums und präsentieren ihr neues Werk: "Wenn das Shakespeare wüsste…".  Frau Kreckel, Frau Eversmeyer und die Schüler der Theater- AG laden alle Schüler, Eltern und Interessierte herzlich ein, Shakespeare neu zu erleben. Karten sind im Sekretariat der Schule, in den Pausen und an der Abendkasse zu erwerben (Schüler 3€, Erwachsene 5€)

 

 

 

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