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„Wir haben Schule nie wieder mehr.“ So sehen es Lena und Burak, die sich stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs am 24.06. von Ihrer Schulzeit am MEG verabschiedeten. 119 Schülerinnen und Schülern wurden bei der stimmungsvollen Feier im Lop-Lop-Garten die Abiturzeugnisse übergeben.

Unter den anwesenden Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern fanden sich auch einige Ehrengäste. Anwesend waren Ehemalige, die vor 60 Jahren ihr Abitur an unserer Schule erworben hatten. Seit nunmehr 114 Jahren wird am Max-Ernst-Gymnasium das Abitur vergeben. Die Anwesenheit der Ehemaligen sei ein Zeichen der Verbundenheit mit der Schule, bemerkte der Schulleiter in seiner Eröffnungsrede.

Ebenso dabei war der erste Bürger der Stadt Brühl, Dieter Freytag, der eine schwere Aufgabe zu erfüllen hatte. Schließlich habe er nicht nur selbst vor 43 Jahren an unserer Schule sein Abitur gemacht, heute sei auch seine Tochter unter den Abiturientinnen. Wie bereits letztes Jahr bei seinem Sohn hatte er sich auch bei seiner Tochter die „Erlaubnis“ eingeholt, sie in seiner Rede erwähnen zu dürfen, wobei diese mal wieder an die Bedingung geknüpft war, es doch bitte kurz zu machen. Herr Freytag beglückwünschte die Abiturientinnen und Abiturienten: „Sie haben es geschafft. Zu diesem großen Sprung in die eigene Zukunft gehört ein großer Anlauf. Acht Jahre sind Sie am MEG dazu angelaufen, und Ihre Eltern und Lehrer haben mitgefiebert und mitgeholfen.“ Und passend zum diesjährigen Motto „Abi Heute - Captain Morgen“ ergänzte er: „Das Abitur ist Ihr Schlüssel zur Zukunft. Mit dem Abiturzeugnis haben Sie das Patent erworben, dass Sie befähigen wird, der Captain Ihres eigenen Lebens zu werden. Setzen Sie die Segel und machen Sie sich auf die aufregende Fahrt, die man Leben nennt. Ich wünsche Ihnen immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel.“

Weiterlesen: Abitur 2016 – Wir entern die Welt

Bereits am 25. Mai fand die Siegerehrung des diesjährigen Känguru-Wettbewerbs der Mathematik statt. Die PreisträgerInnen sind auf dem Foto v.l.n.r.: Carlotta Limburg (6d), Maike Danner (6d), Carol Heß (6d), Fabian Meurer (6d), Frau Buncic (Organisation), Jule Schubert (6d), Almut Sann (7d), Matthias Nohl (7d), Stefan Korfhage (6d), Marie van Endert (6a) und Nele Lindenbrink (6d).

Besonders herzlich gratulierten der Schulleiter und die Mathematiklehrerein Frau Buncic, die den Wettbewerb betreute.

Zum sechsten Mal wurden am Freitag, dem 29. April 2016 im Rahmen eines Festaktes in Anwesenheit aller Klassensprecher, aller Schülerinnen und Schüler der Stufen 9, EF und Q1 sowie zahlreichen Lehrerinnen und Lehrern in der Aula die Förderpreise des Max-Ernst-Gymnasiums für dauerhaft hervorragende Leistungen und schulisches Engagement verliehen. Durch die Verleihung von vier Förderpreisen wurden ausgewählte Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement belohnt.

Besonders herauszustellen ist jedoch die Anwesenheit des amtierenden Bürgermeisters der Stadt Brühl, Herrn Dieter Freytag, für die Bürger der Stadt Brühl und für den Schulträger des Max-Ernst-Gymnasiums. Des weiteren konnten die Preisträger und die Anwesenden begrüßen für die Verwaltung die Beigeordnete Stephanie Burkhardt (verantwortlich für Schule und Sport, Soziales und Demographie, Kinder, Jugendpflege und Familie, ÖPNV, Mobilität und Verkehr), für den Vorstand des Rotary Club Brühl Herrn Dr. Klaus Ruberg, für unseren Lernpartner die Kreissparkasse Köln die Regionaldirektorin Frau Nicole La Noutelle, für unseren Lernpartner die InfraServ Knapsack GmbH Herrn Lutz Borkenhagen, für den Verein der Freunde und Förderer des Max-Ernst-Gymnasiums den Vorsitzenden Herrn Johannes Ristel­huber, für den Vorstand der Schulpflegschaft die Vorsitzende Frau Christine Hohmann und Herr Stefan Nohl, für das Lehrerkollegium den stellv. Vorsitzenden des Lehrerrates Herrn Christoph Rauscher und für die Schülerschaft unsere Schülersprecherin Lena Neuß. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Schul-Orchester unter Leitung von Frau Palmen-Lamotke.

Für die Förderpreise 2016 wurden nominiert und ausgewählt:

  • im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich: Nicolas Georgopoulos aus der Jgst. Q1. Der Preis wird gestiftet vom Rotary-Club Brühl.
  • im sprachlich-musisch-künstlerischen Bereich: Erik Weis aus der Jgst. Q1. Der Preis wird gestiftet von der Kreissparkasse Köln.
  • im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich: Stefanie Vogt aus der Jgst. Q2. Der Preis wird gestiftet von der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG GmbH.
  • für besonderes schulisches Engagement und herausragende Leistungen: Niklas Tautz aus der Jgst. Q2 Der Preis wird gestiftet vom Verein der Freunde und Förderer des Max-Ernst-Gymnasiums.

 

 

Am 02.05.2016 fand der alljährliche EU-Projekttag statt. Zwei Tage danach nutzte die Klasse 9e dies als Chance, um der Bundestagsabgeordneten Helga Kühn-Mengel einige kritische Fragen zum Thema „Die EU in Zeiten der Flüchtlingskrise“ zu stellen. Da dieses Thema bereits in einer Unterrichtsreihe von Herrn Matthiesen besprochen wurde, waren alle sehr gespannt auf die Antworten von Frau Kühn-Mengel.

Nachdem Frau Kühn-Mengel und das Publikum, die Klassen 8b und 9d, durch eine nette Anmoderation begrüßt worden waren, berichtete sie von dem Beginn ihres beruflichen Werdegangs. Sie hatte sich schon in der Schule für Politik interessiert, war Schulsprecherin am St. Ursula Gymnasium in Brühl und „schon immer die, die sich um alles kümmert“. Sie war bereits von 1996 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und zog 2013 über die Landesliste erneut als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein.

Die Befragung startete mit der grundlegenden Frage, wie Frau Kühn-Mengel zu der aktuellen Flüchtlingskrise stehe und ob sie glaubt, dass diese viele Probleme für Deutschland mit sich bringe. Grundsätzlich ist sie der Meinung, dass es auf jeden Fall zu schaffen sei, diese Krise zu bewältigen, dass dafür jedoch auch eine europäische Lösung gefunden werden müsse. In Bezug auf dieses Thema wies sie ebenfalls darauf hin, dass in den 1990er Jahren 1,5 Mio. Menschen aus Russland nach Deutschland gekommen seien und diese jetzt größtenteils sehr gut integriert seien und Deutschland unterstützen würden. Zudem bemerkte sie, dass in Deutschland etwa 400.000 Kinder im Jahr geboren werden und 800.000 Menschen sterben. Demnach seien Kinder für die Unterstützung des Staates dringend notwendig. Sie sagte allerdings auch, dass einige Personen sich durch die Flüchtlingspolitik benachteiligt fühlen und nicht wollen, dass Deutschland weitere Flüchtlinge aufnimmt.

Die „Frage-Gruppe“ hatte viele verschiedene Fragen im Repertoire, und so ging es von der Flüchtlingskrise über zu den aktuellen Wahlergebnissen. Frau Kühn-Mengel fand es schockierend, dass die SPD im Verhältnis zu früher überraschend schlecht abgeschnitten habe. Und sie sei sehr erschrocken darüber, dass die AfD einen so großen Zulauf bekommen habe: „In Zukunft wird es eine große Aufgabe sein, darauf aufzupassen und aufmerksam zu sein.“

Auf die kritische Frage „Macht die EU noch Sinn?“ antwortete Frau Kühn-Mengel überraschend überzeugt, dass sie glaubt, dass die EU insgesamt sehr stabil sei. Sie sehe viele Vorteile, so zum Beispiel die gemeinsame Währung oder dass es leicht sei, auch Ausbildungen in anderen Ländern zu machen. Zudem betont sie, dass „es etwas sehr besonderes ist, dass nun schon über 70 Jahre lang Frieden in Europa herrscht“. Allerdings nannte Frau Kühn-Mengel auch einige negative Aspekte. Sie mache sich Sorgen darum, dass Großbritannien eventuell aus der EU austreten wird. Aber auch die Tatsache, dass einige Länder mit rechtspopulistischen Tendenzen im Europarat vertreten seien, sieht sie als Problem. Ihrer Meinung nach sollte die Türkei nicht in die EU aufgenommen werden, da es keine stabile Demokratie gebe und Verfolgungen sowie Unterdrückung von Frauen immer noch eine große Rolle spielen würden.

Nach weiteren interessanten Fragen der „Frage-Gruppe“ und ausführlichen Antworten von Frau Kühn-Mengel endete die Befragung. Insgesamt fanden die Schülerinnen und Schüler diese Art von Unterricht sehr spannend und aufschlussreich, denn „man hat ja nicht immer die Möglichkeit, einmal mit einer Politikerin und Bundestagsabgeordneten einfach so zu sprechen“.

 

„Es war sehr interessant, mal mit einem Politiker zu sprechen, der wirklich mitentscheiden kann. Ansonsten spricht man ja im Unterricht nur darüber!“ Christian aus der 9e spricht das aus, was viele der Schülerinnen und Schüler dachten, die am 17.02. bei der Befragung des Landtagsabgeordneten Gregor Golland (CDU) dabei sein konnten. Golland wohnt selbst in Brühl, ist 41 Jahre alt und seit 26 Jahren politisch tätig und vertritt den Wahlkreis seit 2010 im Düsseldorfer Landtag; 2012 wurde er wiedergewählt. Da die aktuelle Flüchtlingskrise Gegenstand im Unterricht von Herrn Matthiesen ist, hatten die Schülerinnen und Schüler der 8b beschlossen, den Politiker in das MEG einzuladen und einige kritische Fragen an ihn zu richten. Als interessierte Gäste waren die Klassen 9d und 9e anwesend.

Zunächst erinnerte Gregor Golland sich daran, wie er selbst im Alter der Schüler war und begann, sich für Politik zu interessieren. „Damals war Deutschland noch durch eine Mauer aufgeteilt, das hat mich gestört. Ich habe begriffen, dass jeder daran mitwirken sollte, dass wir hier gut zusammenleben. Auch jeder von euch hat diese Verantwortung.“ Erkennbar ging es Golland nicht darum, möglichst schmeichelhafte und angenehme Antworten zu geben. Seine Offenheit und Bereitschaft, auch anzuecken und gegen die Mehrheitsmeinung für seinen Standpunkt einzustehen, prägten die Atmosphäre der Veranstaltung. Dadurch war die anfängliche Scheu der Schüler, einem echten, gestandenen Politiker auch mal kritische Fragen zu stellen, schnell verflogen.

Von Bildungspolitik über Sozialpolitik zur inneren Sicherheit: Die Schüler fragten den Abgeordneten zu verschiedensten Themen. Den Schwerpunkt bildete aber die Flüchtlingspolitik. Auch hier überraschte Golland mit einem klaren Standpunkt: Die Menschen flöhen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Man müsse hier genau hinschauen und trennen zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsmigranten. Eines aber gelte für alle: „Unsere Werte stehen nicht zur Disposition. Wir sind eine freie, offene, pluralistische Gesellschaft. Wer das nicht akzeptiert und ablehnt, kann nicht bei uns bleiben.“

Verena aus der 8b konfrontierte den Politiker daraufhin mit einer Aussage des Migrationsforschers Paul Collier zur Politik der Bundesregierung: Collier behauptet, Merkel habe viele Menschen angelockt, indem sie die Grenzen geöffnet habe. Erst dies habe viele Menschen veranlasst zuhause ihr Hab und Gut zu verkaufen und sich auf den gefährlichen Weg nach Deutschland zu machen. Verena wollte nun wissen, wie Golland zu dieser Aussage stehe. Überraschend klar war seine Antwort: „Ich glaube, dass das dazu beigetragen hat. Kommunikation spielt eine große Rolle bei dieser Thematik. Informationen und Bilder werden blitzschnell über Smartphones übertragen, und das hat teils sehr große Auswirkungen.“ Und es gäbe noch weitere Fragen, die ihn beschäftigten: „Warum sind 70 Prozent derjenigen, die zu uns kommen, junge Männer? Sind nicht die Frauen und Kinder eher schutzbedürftig? Und ist es eigentlich fair, wenn wir diesen Ländern die jungen Ärzte, Ingenieure und Fachleute wegnehmen? Die brauchen diese Leute doch vor Ort!“

Auf die Frage, was denn jeder Einzelne tun könne angesichts der aktuellen Probleme, antwortete Golland, dass man sich in zahlreichen wichtigen Flüchtlingsinitiativen engagieren und vor Ort ganz konkret den Menschen helfen könne. Oder man könne sich seine Meinung bilden, sich in der Schule und im Studium oder Beruf anstrengen und dann später im Landtag oder Bundestag Politik mitgestalten. „Man muss zwar eine Menge dafür tun, aber ihr könnt später alle in den Bundestag, wenn Ihr es wollt und hart dafür arbeitet. Ihr seid die Zukunft dieses Landes!“

Auch wenn den Schülerinnen und Schülern klar war, dass viele der Antworten von Herrn Golland nur seine persönliche Meinung widerspiegeln und man es auch anders sehen kann, nahmen sie doch viele Denkanstöße mit. Auf die Frage von Herrn Matthiesen, was besonders interessant gewesen sei, antworteten Elisa und Lea aus der 9e unter Zustimmung der Mitschüler: „Er hat uns Schüler gut mit einbezogen, und es wurde klar, dass nicht jeder Lösungsvorschlag für ein Problem wirklich umsetzbar ist. Außerdem fanden wir es gut, wie er uns Mut gemacht hat, dass wir Vieles erreichen können, wenn wir uns wirklich anstrengen und hart arbeiten.“

 


 

 
Die 6d hat - statt zu wichteln - weihnachtliche Lebensmittelpakete für Bedürftige in Brühl gepackt.

Diese wurden von den Kindern liebevoll gestaltet und heute an Vertreter der Brühler Tafel übergeben. Die Klasse wünscht allen Brühlern ein frohes Weihnachtsfest!

 

 

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