Menü

Das Max-Ernst-Gymnasium Brühl ist mit dabei!

Ab dem 21.05.19 gingen ca. 400 Schülerinnen und Schüler des MEG bei der Juniorwahl an die Wahlurne.
Bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. In den letzten Wochen stand das Thema „Demokratie und Wahlen“ auf dem Stundenplan und nun geht es – wie bei der „echten“ Europawahl am 26. Mai 2019 – für die Schülerinnen und Schüler mit Wahlbenachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal. Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die Wählerverzeichnisse angelegt haben und später die Stimmen auszählen, übernehmen aktiv Verantwortung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Bereits seit 2017 beteiligt sich das Gymnasium an der Juniorwahl und hat das Projekt fest in sein Projektangebot aufgenommen. Dieses Jahr hatten die Schülerinnen und Schüler zudem in zwei Podiumsdiskussionen in der Aula der Schule die Gelegenheit, ihre Fragen und Meinungen direkt an die Politiker verschiedener Parteien zu richten. Bundesweit sind über 2.700 Schulen mit über 650.000 Schülerinnen und Schüler am Projekt beteiligt: https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html

Wahlergebnis

Das Gesamtergebnis der Juniorwahl wird am Wahlsonntag, den 26. Mai 2019 um 18:00 Uhr auf http://www.juniorwahl.de veröffentlicht.

Hintergrund Juniorwahl

Die Juniorwahl zur Europawahl 2019 wird bundesweit gefördert durch das Europäische Parlament, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundeszentrale für politische Bildung. Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich  schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

 

Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen und Stufen staunten nicht schlecht, als sie sahen und hörten, was ihnen am 4. April in der Pause im LopLop-Garten geboten wurde: Eine Live-Band, Transparente, die von der Balustrade herunterhingen, Flyer, Stellwände mit Botschaften und eine kleine politische Rede. Das war der erste einer von einigen Schülerinnen und Schülern der SV geplanten Reihe von Flashmobs, die am MEG stattfinden sollen. Mit den Flashmobs wollen die Organisatoren ihre Mitschüler und Mitschülerinnen auf bestimmte (dauer-) aktuelle Themen aufmerksam machen und sie für ein Mitmachen begeistern.

Beim ersten Flashmob am Donnerstag spielte die Band "Die drei Namenlosen 4", alias Erik Weis und Nicolas Georgopoulos, die ihrerseits zu den Ehemaligen des MEG zählen. Johannes Kühl (Q2) hielt eine kurze Ansprache zum Thema "Anti-Rassismus". Der LopLop-Garten, der sich inzwischen mit vielen interessierten und überraschten Zuschauern aus dem ganzen MEG gefüllt hatte, wurde so zu einem Ort, an dem die engagierten Schülerinnen und Schüler aus Brühl für Toleranz und ein friedliches und respektvolles Miteinander auf der ganzen Welt eintraten.

 

„Neubeginn in Europa“!? – Die EU am Scheideweg zwischen vertiefter Integration und Renationalisierung“

Anlässlich der bevorstehenden Europawahl 2019 veranstalteten die Schülervertretung und die sozialwissenschaftlichen Oberstufenkurse des Max-Ernst-Gymnasiums mit Unterstützung ihrer Fachlehrer Jörg Kopplin, Jonas Tekath und Marco Wolny am Mittwoch, 03. April 2019 in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums eine eineinhalbstündige Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen. Panagiotta Boventer (SPD), Murat Yilmaz (Die Linke), Daniel Freund (Bündnis 90/ Die Grünen), Markus Hausmann (AfD) und Annina Frangenberg (FDP) diskutierten mit Schülerinnen und Schüler konkret über Themen aus den Bereichen Wirtschafts- und Währungspolitik, Sozialpolitik, Außen- und Sicherheitspolitik sowie Klimapolitik. Das Forum bot sowohl den an Politik interessierten 400 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie der engagierten Schulgemeinschaft eine ausgezeichnete Gelegenheit, Politik hautnah zu erfahren und am demokratischen Diskurs teilzunehmen.

Nach einer kurzen Kennenlernrunde hatten die Politikerinnen und Politiker die Möglichkeit, die kritischen Schülerinnen und Schüler für Politik und ihre Themen zu begeistern. Zunächst hatten die anwesenden Schülerinnen und Schüler aller Oberstufenkurse aber die Möglichkeit, per W-Lan ihre Stimme für eine Kandidatin oder einen Kandidaten abzugeben. Dieses Voting wurde am Ende der Debatte nochmals durchgeführt, sodass die Politikerinnen und Politiker sehen konnten, wie ihre Argumente beim Publikum ankamen und ob sie überzeugen konnten.

„Ist der deutsche Exportüberschuss gut oder gefährlich?“

„Brauchen wir einen europäischen Wirtschaftsminister?“

„Wollen Sie eine vertiefte Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik?“

„Was halten Sie von dem Leitbild Vereinigte Staaten von Europa?“

Über diese und andere Fragen wurde lebhaft und kontrovers gestritten. Insbesondere zwischen Herrn Freund (Bündnis 90/ Die Grünen), der eine vertiefte Integration für die Lösung grenzüberschreitender Probleme unabdingbar hielt, und Herrn Hausmann (AfD) wurden die grundverschiedenen Auffassungen erkennbar. Letzterer vertrat zum Beispiel die Position, die Ungleichgewichte in der EU seien nicht durch die deutsche Exportstärke, sondern durch die gemeinsame Währung bedingt: Der Euro bringe die Südländer um die Möglichkeit ihre Währung abzuwerten – Renationalisierung sei in der Währungspolitik der richtige Weg. Aber auch zwischen Herrn Yilmaz und Herrn Freund wurden die Differenzen deutlich: Die Grünen distanzierten sich nicht von der Rüstungsindustrie, sondern nähmen sogar deren Spenden dankend an, warf Yilmaz dem Vertreter der Grünen vor.

Auch die hervorragend vorbereiteten und schlagfertigen Moderatorinnen und Moderatoren Elisa Höber, Anna Homann, Felix Welke und Alexander Kessebohm hakten mehrmals kritisch nach und deckten so einige Widersprüche in der Argumentation der Diskutanten auf. Warum denn Herr Hausmann sich bemühe, sparsam zu heizen und auf das Auto zu verzichten, wenn seine Partei den menschengemachten Klimawandel leugne, wollte Elisa Höber zum Beispiel wissen. Allerdings achteten die Schülerinnen und Schüler auch penibel auf Fairness in der Debatte. So blendeten sie mehrfach die bisherigen Sprechzeiten der Teilnehmer ein und sorgten für ausgewogene Sprechanteile.

In einem zweiten Block überprüfte das Moderatorenteam, wie vertraut die Politiker und Politikerinnen mit ihrem eigenen Wahlprogramm sind: Es wurden einzelne Sätze aus einem Programm verlesen. Wer glaubte, das Zitat stamme aus dem eigenen Programm, sollte sich melden. Vielleicht lag es an der typischen Sprache solcher Programme, vielleicht an tatsächlicher politischer Nähe: Oft meldeten sich mehrere Teilnehmer gleichzeitig.

Es folgte noch eine Runde, in der Fragen, die zuvor von allen Oberstufenkursen gesammelt worden waren, an die Politikerinnen und Politiker gerichtet wurden. Am Ende konnte dann das während der gesamten Veranstaltung äußerst interessierte Publikum erneut abstimmen, und gemeinsam mit den gespannten Gästen auf dem Podium über Gewinne und Verluste reflektieren.

Nach der ersten Podiumsdiskussion mit Landtagsabgeordneten 2017 konnten Schüler und Lehrer nun also erneut einen Beitrag leisten zur aktiv gelebten Demokratie am traditionsreichen, Gegenwart und Zukunft verpflichteten Gymnasium. Die Podiumsdiskussion diente auch als Station im Willensbildungsprozess für die Juniorwahl, an der alle Schülerinnen und Schüler ab den neunten Klassen am Max-Ernst-Gymnasium in der Woche vor den eigentlichen Europawahlen teilnehmen und so die Europawahl simulieren werden.

 

Am Montag, den 11. März 2019, wurde im Rahmen einer Feierstunde unter Beteiligung der Schüler- und Lehrerschaft, der Vertreter von Eltern und in Anwesenheit des Bürgermeisters der Stadt Brühl, Herrn Freytag, Herr Schulz feierlich in sein neues Amt als Schulleiter des Max-Ernst-Gymnasiums eingeführt. Er wurde für die Schule begrüßt vom derzeitigen kommissarischen stellvertretenden Schulleiter, Herrn Melzer, der auf Schulz' zweijährige Arbeit als Stellvertreter des soeben in den Ruhestand verabschiedeten alten Schulleiters, Herrn Phiesels, verwies und feststellte, dass das Kollegium in dieser Zeit seine ruhige und besonnene Art im Umgang mit den schulischen und menschlichen Aufgaben sehr zu schätzen gelernt habe. Bei der noch zu bewältigenden Umstellung auf das wiederum neunjährige Gymnasium wünschte er ihm eine ruhige Hand und und weiterhin den Blick für das Wesentliche. 

Der neue Schulleiter scheit diese und die Aufgaben einer zeitgemäßen Bildung zuversichtlich anzugehen, denn er stellte gleich eingangs fest, dass Bildung Mut erfordere, den Mut, in Frage zu stellen, auch sich selbst, Wissen zu erwerben, ein eigenes Urteil zu bilden und den Mut, in die Auseinandersetzung zu treten mit Informationen, Meinungen, Ideologien und Menschen. Dabei müsse Schule aber auch ein Ort der Muße bleiben können, der Zeit für das Zuhören und aneinander Reiben biete, denn Bildung kenne keine Schnellstraßen und abgekürzten Routen. Mutig Zeit lassen für Prozesse, die ihre Zeit brauchen - eine Chance von G9, so fragte  und hoffte wohl der neue Rektor. 

Daran anschließend betonte er, Schule sei kein Take-away für Bildung, wo sich alle anmelden und alle den ersehnten Abschluss wie eine Billigpizza erhalten. Es sei das simple Geheimnis aller Bildung: dass sie Engagement und Einsatz erfordert. Bildung sei nicht ein Zustand, auch kein Input-Output-Verfahren, sondern persönlicher Prozess und individuelle Entwicklung eines Menschen – und der Würde der menschlichen Existenz.

 

Wie jedes Jahr fand auch diesmal die Weiberfastnacht für die Stufen 5 und 6 in der geschmückten Aula unter Beteiligung der Einführungsstufe EF von der ersten Stunde bis 11.11 Uhr statt. Alle Klassen zeigten einen Bühnenbeitrag, teils mit Beteiligung des Publikums, fetzige Musik und traditionelle Karnevalslieder brachten alle in die richtige Stimmung. Höhepunkte waren Gastauftritte von Brühler Karnevalsvereinen und dem Bühler Kinderprinzenpaar, zumal der Prinz selbst Schüler des MEG ist.

Die folgenden Fotos können vielleicht besser einen Eindruck von der Feierlaune unserer jungen Jecken vermitteln.

 

Am 25. Januar feierte das Max-Ernst-Gymnasium das Ende einer Ära: Nach elfeinhalb Jahren verabschiedeten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen und zahlreiche Vertreter der Stadt Brühl sowie der Schulaufsicht Schulleiter Berthold Phiesel, der am 01.02.2019 in den Ruhestand geht. Zur Verabschiedung  wurde eine Feierstunde in der Aula des Gymnasiums veranstaltet, die von dem Literaturkurs unter Leitung von Frau Kreckel moderiert wurde und bei der zahlreiche Weggefährten an das Rednerpult traten.

Zunächst wollten sich aber noch alle Schülerinnen und Schüler von ihrem Schulleiter verabschieden. Dies taten sie musikalisch mit einer abgewandelten Version der „kleinen Moorhexe“, die sie zum Abschied winkend auf dem Schulhof sangen.  Von dort wurde Herr Phiesel auf einer eigens vom Kurs der Jahrgangsstufe 9 mit Neigungsschwerpunkt Deutsch/Kunst unter Leitung von Frau Dercks und Herrn Eschner angefertigten „Sänfte“ in die Aula gefahren – begleitet von kunstvoll kostümierten Schülerinnen und Schülern des Deutsch/Kunst-Kurses.

Die Moderation übernahmen nun Sherlock Holmes und Dr. Watson, die mit vielen geschickt und vor allem humorvoll „kombinierten“ Bezügen zum MEG durch die Veranstaltung führten. Denn es galt, den gestohlenen LopLop zu finden, und die kriminalistische Suche spann den Rahmen für die folgenden Redebeiträge.  Doch zunächst stimmte der SELE-Chor aus Schülern, Eltern und Lehrern musikalisch in die Veranstaltung ein.

Weiterlesen: Abschied von Schulleiter Berthold Phiesel

Go to top