Als Dankeschön für das große Engagement der Schüler:innen unternimmt die Botanik- und Aquaristik-AG daher jedes Schuljahr eine gemeinsame Exkursion. In diesem Jahr führte die Exkursion gemeinsam mit Herrn Peters, Frau Dyckerhoff und Frau Rieß kurzerhand in den Naturgarten von Frau Rieß nach Erftstadt. Ursprünglich war eine gemeinsame Fahrradtour geplant, doch Dauerregen, Temperaturen um sieben Grad und ein platter Reifen sorgten spontan für einen Planwechsel und die Anreise wurde mit dem Bus organisiert.
Dort angekommen gab es zunächst einen kurzen Einblick in das Konzept eines Naturgartens auf der – zum Glück überdachten - Terrasse. Dabei wurde deutlich, dass ein Naturgarten verschiedene Aspekte miteinander verbindet: die Förderung der Artenvielfalt durch vielfältige Strukturen und heimische Pflanzen, die ästhetische Gestaltung als Wohlfühlort für Menschen sowie den Nutzen zum Anbau von Obst und Gemüse. Diese Aspekte wurde dann bei einer „interaktiven Gartenführung“ im Garten gesucht und gefunden: Die Teilnehmer:innen konnten mit kleinen Symbol-Schildern verschiedene Bereiche des Gartens markieren. Ein Herz stand beispielsweise für „das finde ich schön“, ein Spinnennetz symbolisierte Artenvielfalt und ein Recyclingzeichen verwies auf die Wiederverwendung von Materialien.
Bei Kälte und Regen war das gemeinsame Picknick umso wichtiger. Das eigentlich für das Lagerfeuer geplante Stockbrot wurde wetterbedingt im Ofen gebacken – und schmeckte mit selbstgemachter Kräuterbutter trotzdem hervorragend. Zu leckeren selbstgemachte Keksen und Brownies gab es heißen Tee.
Gut gestärkt wurde anschließend weiter der Garten erkundet – inklusive Stelzenhaus und Schaukelseil. Bei einem „ökologischen Memory“ konnten die Schüler:innen zeigen, wie gut sie sich bei Nahrungsbeziehungen und Lebensräumen verschiedener Tiere auskennen.
Als der Regen etwas nachließ, konnte schließlich doch noch eine richtige Gartenführung entlang der vorher verteilten Symbole stattfinden. Dabei wurden einige Fragen geklärt: Warum liegt Schafwolle auf dem Hochbeet? Was passiert mit dem Regenwasser vom Hausdach? Und weshalb trägt eines der Naturgarten-Module den Namen „eierlegende Wollmilchsau“ (Spoiler: Dahinter verbirgt sich eine besonders vielseitige Kombination aus Sandbeet, Totholz, Trockenmauer, Pyramide und Krötenkeller)?
Sogar ein kleines Lagerfeuer konnte später noch entzündet werden, sodass die Gruppe schließlich doch noch Marshmallows über dem Feuer grillen (und sich aufwärmen) konnte. Auch der Hund von Frau Rieß hat den Besuch sichtlich genossen und wurde ausgiebig mit Streicheleinheiten und kleinen Käsestückchen verwöhnt.
Obwohl das Wetter wirklich mies war, hat sich die Gruppe die gute Laune nicht verderben lassen und nach der Rückkehr zur Schule wurden die Tiere und Pflanzen selbstverständig trotzdem noch versorgt – DANKESCHÖN!
