Die MEGa-nachhaltig-AG unserer Schule setzt sich seit einigen Monaten gemeinsam mit der Schülervertretung dafür ein, dass das MEG nachhaltiger wird. Passend zu dem Motto des Jahres 2021/2022 „Fast-Fashion vs. nachhaltige Kleidung“ organisierte die SV zusammen mit der AG am 15. Juni in der Mensa der Schule einen Kleiderflohmarkt. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer der AG zum besagten Thema recherchiert, Exkursionen etwa zu einer alten Stofffabrik unternommen und Experten interviewt und mithilfe des gesammelten Materials einen kurzen Film erstellt. Dieser wurde unter anderem auf dem Kleiderflohmarkt präsentiert.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt vor allem im Bereich Fashion und der Herstellung unserer Kleidung eine große Rolle, da hier oft nicht nur extrem umweltschädliche Methoden beim Bleichen oder Färben eingesetzt werden, sondern auch die Arbeitsbedingungen, unter denen die Näherinnen und Arbeiter die Kleidungsstücke herstellen, katastrophal sind.

Auch wenn Siegel wie GOTS oder der grüne Knopf eine zumindest in Maßen nachhaltigere Herstellung garantieren und das Recyceln von Klamotten natürlich besser ist, als diese einfach wegzuschmeißen, ist die immer noch nachhaltigste Konsumart das Second-Hand-Shoppen. Hier wird einfach am meisten an umweltschädlichen Emissionen und Müll gespart und ist so die beste Alternative zum Fast-Fashion-Shopping.

An dem Kleiderflohmarkt konnten alle Schüler*innen, Lehrer*innen sowie Eltern des MEGs teilnehmen und so den Klamotten, die sie eigentlich ausgemistet oder weggeschmissen hätten, eine zweite Chance geben. Auch Herr Freytag, der Bürgermeister der Stadt Brühl, nahm teil und spendete einige Kleidungsstücke.

Das Projekt „Kleiderflohmarkt“ war also nicht nur in finanzieller Hinsicht für die Verkaufenden ein Erfolg, sondern trug auch als Alternative zum Fast-Fashion-Trend dazu bei, nachhaltigeren und für die Umwelt weniger schädlichen Kleidungskonsum direkt vor der eigenen Haustür möglich zu machen.

Auch für dieses Schuljahr ist ein weiterer Kleiderflohmarkt geplant und somit ein weiterer kleiner Schritt hin zum umweltschonenden Konsum.

 

Lena Nitsch, Jahrgangsstufe EF

 

Ausflug zur Must-Have Ausstellung

Am Dienstag, den 17. Mai fuhren wir im Rahmen der MEGa-nachhaltig-AG mit 11 SchülerInnen in Begleitung von Frau Buncic und Frau Kamecke nach Euskirchen.
Dort gab es zuerst eine Führung durch eine alte Stofffabrik. In der Fabrik wurden uns die einzelnen Schritte von der Wolle zum Stoff erklärt und auch an den Maschinen gezeigt.
Schritte der Verarbeitung von Wolle
1.     WOLF -> eine große Maschine, welche die Schafwolle mit stumpfen Häkchen auflockert.
2.     FÄRBEN -> in einen Bottich mit Farbe wird ein riesiges Sieb mit der Wolle drin reingelegt, dann wird die Wolle geschleudert und getrocknet.
3.     KÄMMEN -> Die Wolle wird mehrmals über Flächen mit kleinen Widerhaken gezogen (früher wurden auch Kletten verwendet) Danach wird sie zu sogenannten Vorfäden geschnitten.
4.     SPINNEREI -> Die Wolle wird langsam auf eine bestimmte Länge von einer Halterung gezogen, und dann sehr schnell auf die Spindeln aufgedreht.
5.     WEBEREI -> Auf großen Webstühlen werden mit den Fäden Bahnen gespannt, dann werden diese Fäden maschinell abwechselnd hochgehoben und ein Schiffchen mit einer anderen Spindel wird dadurch geschossen. Dadurch entsteht ein eng gewebter Stoff.
Das ist ganz schön viel Arbeit, deshalb war Stoff früher sehr teuer, diese Schritte werden heute auch noch so, oder so ähnlich ausgeführt, nur wesentlich schneller als früher.
Im zweiten Teil der Führung besuchten wir die abwechslungsreiche Ausstellung “Must Have” und sprachen unter anderem darüber, was wir eigentlich wirklich brauchen. Außerdem haben wir uns einen Rock von einem Bauernmädchen angeguckt und diesen mit der Kleidung von Adligen verglichen. Der Rock des Bauernmädchens war schon oft geflickt und sogar mit einem anderen Stoff verlängert. Die Kleidung der Adligen bestand aus viel Stoff, wodurch Reichtum gezeigt werden sollte, denn Stoff war, wie gesagt, sehr teuer. Außerdem haben wir uns Kleidung angeschaut, welche vor allem während des zweiten Weltkrieges so ausgesehen haben könnte. Sie bestand aus zwei oder drei kaputten Kleidungsstücken, die zu einem zusammengenäht waren.


Es war ein wirklich interessanter und lehrreicher Nachmittag. Die Fragen “Was ist mir wirklich wichtig?”; “Worauf könnte ich verzichten, um nachhaltiger zu leben?”; “Warum möchte man eigentlich so viele Sachen haben?” begleiten mich weiterhin.
Mariella Kamecke, 6c

 

 

Am 4. Mai kam der Bürgermeister von Brühl, Dieter Freytag, zu uns in den Loplop-Garten, um mit SchülerInnen und LehrerInnen live auf seinem Instagram-Kanal zu sprechen. Thema war „Nachhaltigkeit“ bei uns in der Schule, aber auch in Brühl. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es dann auch direkt los: Das MEG präsentierte verschiedene Aktionen der vergangenen Monate (s.a. die Berichte zum Kick-Off und zum Upcycling-Workshop), welche sich mit nachhaltiger Kleidung beschäftigten. Daran schloss sich die Schülerfrage an, warum es eigentlich in Brühl keine echten Second-Hand-Läden für Kleidung gibt. Herr Freytag sagte, dass dies – neben anderen nachhaltig orientierten Läden in Brühl, z.B. für Lebensmittel – eine tolle Bereicherung wäre (gab es früher auch schon mal); die Stadt könnte Interessenten eine Starthilfe dafür bereitstellen.

Die FünftklässlerInnen in der Runde wollten vom Bürgermeister wissen, was mit der Verkehrssituation ums MEG herum und in ganz Brühl ist und welche Pläne es zur Reduzierung des Autoverkehrs und zur Stärkung des Fahrradverkehrs gibt. Antwort: Schon in den nächsten Monaten wird einiges passieren, vor allem an der Ville-Bahn - wir sind gespannt! Übrigens ist der Bürgermeister meist selbst zu Fuß unterwegs.

Zum Abschluss kam die Sprache auch noch auf den möglichen Ausbau der Solarenergie (PV-Anlage) auf den Schuldächern – auch hier wird im Zuge der Energiewende bei uns am MEG einiges passieren, das wird aber noch etwas Zeit brauchen.

Daher beschlossen wir, Herrn Freytag für nächstes Jahr direkt nochmal einzuladen, um zu schauen, was aus den ganzen Projekten am MEG sowie bei der Stadt Brühl dann schon Wirklichkeit geworden ist. Nachhören und -sehen könnt ihr das ganze Interview auf dem Instagram-Kanal der Stadt Brühl unter: www.instagram.com/stadtbruehl

Vielen Dank an Nele, Max, Leen, Alisa, Frau Buncic und Herrn Kopplin für das tolle Interview! Und vielen Dank an Herrn Freytag und sein Team für den netten Besuch bei uns.

 

 

Aus alt mach neu – Upcycling-Workshop für Kleidung am MEG


Schon seit Anfang des Jahres beschäftigt sich die MEGa-nachhaltig-AG mit dem dem Thema „Nachhaltige Kleidung“. Am 26. April – dem Elternsprechtag – gab es dann ein richtiges Highlight: ein Upcycling-Workshop für Kleidung, der offen war für alle Interessierten. Frau Heuwold und Frau Pieper (beides Schülermütter) sowie Frau Klug und Frau Hennig leiteten die Schülerinnen und Schüler an und ließen die Nähmaschinen heiß laufen. Die Ergebnisse lassen sich sehen!
Vielen Dank insbesondere an Frau Heuwold, ohne die dieses tolle Projekt nicht möglich gewesen wäre. Wir hoffen sehr auf eine Neuauflage im nächsten Jahr, diese Idee hat viele Wiederholungen verdient!

               

 

 

Artikel von Kathrin Höhne im Kölner Stadtanzeiger vom 14.02.2022

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