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„Lingue in scena“ heißt das internationale Schülertheatertreffen im italienischen Turin, zu dem eine Theatergruppe mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums aus Köln-Ehrenfeld und des Max-Ernst-Gymnasiums Brühl eingeladen worden ist. Das Albertus-Magnus-Gymnasium

hat Theater-Medien-Klassen, d.h. es gibt in jeder Jahrgangsstufe eine Klasse, in denen alle Schülerinnen und Schüler zusätzlichen Kurse in Theater, Tanz, Medien oder Film haben. Dieser Unterricht wird von externen Schauspielern, Tänzern oder Medienfachleuten gegeben in enger Zusammenarbeit mit dem Kölner Freien Theater „Comedia“. (weiter Information: http://www.amg-koeln.de/gestalten/schule-mit-besonderem-kulturprofil/tmk-theater-medien-klasse).

Das heißt, dass an dieser Schule besonders viele theaterbegeisterte Schüler sind.

Sechs Schüler und Schülerinnen aus diesen beiden Schulen fahren also vom 08. bis 15.05.2016.nach Turin. Bei diesem Schülertheatertreffen, das von der Stadt Turin, dem Goethe-Institut und dem Institut Francais veranstaltet wird, nehmen 5 Schulen aus fünf Ländern teil. Letztes Jahr waren es Schulen aus Deutschland, Russland, Tschechien, Frankreich und Italien.

Alle teilnehmenden Gruppen bekommen vorher eine Aufgabe, die jede auf ihre Weise bearbeiten muss. Dieses Jahr müssen die Gruppen mit einer Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ anreisen, die nicht länger als ein halbe Stunde dauern darf. Am ersten Tag spielen sich die Schulen ihre Interpretationen gegenseitig vor, jede in seiner eigenen Sprache. Aus diesem „Material“ macht dann der Turiner Regisseur Marco Alotto eine neue, gemeinsame, abendfüllende Inszenierung, die dann am letzten Tag in einem Turiner Theater vor ausverkauftem Haus aufgeführt wird. Das Besondere an dieser Aufführung ist, dass dabei jeder in seiner Sprache spricht, dass aber diese vielsprachige Inszenierung den Inhalt in eine so bilderreiche Bühnensprache transponiert, dass trotzdem weitgehend alles verstanden wird und die Aufführung dadurch eine eigene künstlerische Ästhetik bekommt.

Die Probenarbeit für diese Aufführung besonders spannend, weil hier Schüler aus fünf Ländern mit fünf Sprachen zusammen arbeiten, und wobeider Regisseur Marco Alotto nur italienisch spricht. Auch wenn er von Dolemtschern des Goethe-Institus und des Institut Farncais unterstützt wird, wird vor allem mit Händen und Füßen kommuniziert und man spielt sich gegenseitig einfach viel vor. Diese Arbeit macht nicht nur Spaß, sie ist auch sehr intensiv.

Zur Zeit probt die Gruppe aus AMG und MEG Montag abends im Albertus-Magnus-Gymnasium, und die Inszenierung von „Hamlet“ wird wohl sehr experimentell, auch vor dem Hintergrund, dass die ungekürzte Aufführung über vier Stunden dauert.

Sie wird in der Aula des MEG am Do. den 28.04.2016 um 19:30 Uhr aufgeführt. Anschließend gibt es eine Diskussion über den Interpretationansatz. Alle theater- und Shakespeare-begeisterten Menschen aus dem MEG und dessen Umkreis sind hierzu herzlich eingeladen!

Wie sagte schon Luther: Kommet zuhauf!

 

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Do. 28.04.2016

19:30 Uhr Aula

„Hamlet“

gemeinsame Theatergruppe von MEG und AMG (Tam-Tam)

 

Wer sind hier die Irren? Ärzte oder Patienten? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch die drei Abende, an denen die Theater-AG das MEG in die Nervenheilanstalt am Rodderweg verwandelte. „Alice im Anderland“ hieß das Stück, das in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula die begeisterten Zuschauer zum Staunen und vor allen Dingen zum Lachen brachte. In wahnsinnigen Kostümen und verrückten Dialogen wurde die Geschichte von Patientin 263, vor ihrer Einweisung Alice genannt, erzählt. Alice, einzige Überlebende eines von ihrem damaligen Kinderzimmer ausgehenden Hausbrandes, bei dem ihre Eltern getötet wurden, lebt in ihrer eigenen, von phantastischen Katzen, Kaninchen und einer kölschen Köchin bevölkerten Welt. Oder sind ihre Begleiter doch echte Patienten der Klinik? Jedenfalls leiden sie gemeinsam unter den Zuständen in der Heilanstalt. Unter dem alten Doktor, durch und durch Schulmediziner, der für jeden psychischen Zustand die entsprechende chemische Keule parat hat. Unter seinem jungen Kollegen, der alternative Heilmethoden ausprobieren und den Weg der Gruppengesprächstherapie gehen will. Wer sind hier die Irren? Die Ärzte? Die Patienten? Und so mancher Zuschauer fragt sich vielleicht, ob das Stück nicht sogar eine kleine, lustige Metapher für das echte MEG sein mag. MEG könnte ja schließlich stehen für „massiv eingeschränkte Geisteskranke“.

Weiterlesen: Alles Bekloppte hier?? - Willkommen in der Anstalt

Die hier eingestellten Fotos dokumentieren eine außergewöhnliche und eindrückliche Begegnung: Die Theater-AG des MEG Brühl empfängt Tim Burton auf dem roten Teppich am MAX-ERNST-MUSEUM, bevor dieser den offiziellen Auftakt zur Eröffnung seiner Ausstellung „The World of Tim Burton“ gibt.

Den Hintergrund für diese Begegnung bilden die anstehenden Aufführungen des diesjährigen Stücks der Theater-AG: „Alice im Anderland“ nach Stefan Altherr in der Aula des MEG (02., 03., 04. September 2015, 19.30 Uhr), die äußerst erfolgreiche Verfilmung des Alice Stoffes durch Tim Burton im Jahre 2010 sowie besagte Ausstellung im MAX-ERNST-MUSEUM. Über bereits bestehende Verbindungen zwischen Schule und Museum gelangte die Nachricht, dass die Theater-AG ein „Alice“ Stück aufführen wird, an Anne-Cécile Foulon, die als Museumspädagogin die Idee entwickelte, im Rahmen der Ausstellung eine Vorstellung unseres Stückes quasi als Begleitprogramm im Dorothea-Tanning-Saal zur Aufführung zu bringen (geplant am 15.November 2015).

Diese Idee begeisterte die Theater-AG rasch, umso mehr, als sich dann die Gelegenheit ergab, in Kostümen und Masken des Stückes sowie mit Requisiten den roten Teppich beim offiziellen Auftakt zu säumen und Tim Burton persönlich zu begegnen.

Wie man sieht, hatten wir auch Gelegenheit, Tim Burton ein "Golden Ticket" als Eintrittskarte für unsere Aufführungen zu überreichen.

Georg Dorando

Alice - wer kennt nicht das kleine, neugierige, blonde Mädchen, die dem weißen Kaninchen in die Tiefen einer verrückten Welt folgt und dabei auf merkwürdige Kreaturen und bedrohliche Gefahren stößt? Bestimmt erinnern sie sich an Figuren wie den Hutmacher, Dideldum & Dideldai, die Raupe oder die Grinsekatze!

Nun stellen Sie sich einmal vor, sämtliche Geschehnisse spielen sich plötzlich in der Irrenanstalt ab. Alice, auch bekannt als Patientin Nr. 263, wurde wegen einer psychischen Erkrankung, ausgelöst durch den Tod ihrer Eltern, in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Tagsüber werden die Insassen von zwei Ärzten betreut, die mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen einer angemessenen Behandlung für Wirbel sorgen. Aber nachts fängt das Abendteuer erst richtig an, denn dann werden die Patienten vom strengen Regime der Schwester, auch Herzkönigin genannt, im Zaum gehalten. Doch unterschätzt die Monarchin die unscheinbare kleine Patientin namens Alice sowie die anderen verrückten Insassen mit den sonderbaren Spitznamen wie Hutmacher, Kaninchen oder Haselmaus möglicherweise?

Lassen Sie sich am 2./3./4. September 2015 um jeweils 19:30 Uhr in die Heilanstalt am Rodderweg einweisen und genießen Sie den Rausch, den die Theater-AG unter der Leitung von Yvonne Kreckel und Thilo Hennicken für Sie vorbereitet hat. Eintrittskarten zum Preis von €5 für Erwachsene/ €3 für Schüler können im Sekretariat vorbestellt oder direkt an der Abendkasse bzw. in den Pausen erworben werden.

Wir empfehlen einen Besuch ab 12 Jahren und freuen uns auf Sie!

Die Theater-AG des Max-Ernst-Gymnasiums

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Das Schicksal mische die Karten, aber der Mensch spiele, bemerkt Arthur Schopenhauer einmal in seinen Aphorismen. Wie erfolgreich dieses Spiel sein kann, dass man dem blinden Schicksal den Willen und die Liebe erfolgreich entgegensetzen kann, zeigte der WPII-Kurs Deutsch-Kunst des Max-Ernst-Gymnasiums in seinem Theater-Spiel vergangenen Donnerstag und Freitag. Vor einem liebevoll gestalteten Bühnenbild (künstlerische Leitung Frau Hagenkort) entspann sich das Drama (dramaturgische Leitung Frau Kühn mit Unterstützung von Herrn Eschner) des jungen Menschen, der zwischen Traum und oft schicksalhafter Wirklichkeit seinen Weg ins Leben sucht. Die fünfzehnjährige Laura, entnervt und traurig über all die fernen oder fehlenden Freunde und die ständigen Wohnortwechsel, die der Beruf des Vaters nach sich zieht, wehrt sich schließlich gegen das Schicksal. Und dem schüchternen Marvin gelingt es schließlich doch, seinem Schwarm Sophie seine Gefühle zu zeigen. Das Schicksal ist immer anwesend, verkörpert durch ganz in weiß gekleidete Begleiter der Akteure, versucht zu lenken, zu manipulieren, Absichten und Denken der Jugendlichen zu bestimmen. Damit tun sich die Begleiter aber schwer, denn sie haben es mit fühlenden und selbst denkenden Menschen zu tun, die ihren Eigensinn entwickeln und ihren Träumen folgen wollen. Und was vermag schon das Schicksal gegen die Liebe? Waren die Begleiter in unschuldigem Weiß kostümiert, weil das Schicksal schließlich ohnmächtig, unschuldig bleiben musste bei solchen Gegenspielern?

Das klingt alles ernst und bedeutsam, und das ist es ja auch, aber die Umsetzung auf der Bühne war von dem notwendigen Schuss Humor geprägt. Viele Lacher in Publikum quittierten die tragikomischen Situationen, in denen die Helden des Stücks immer wieder mit den Widrigkeiten des Alltags kämpfen mussten. So sorgte die Eitelkeit der drei Basketballer Benjamin, Nick und Ray für Heiterkeit, als sie sich für die weiblichen Zuschauerinnen des Basketballspiels mit Haarspray stylen, die dann wieder im Kontrast zu den Nöten eines der Jungen steht, der vor Aufregung die Toilette nicht verlassen kann, während seine Kameraden zum Aufbruch drängen – was ihn natürlich noch nervöser macht. So standen neben anrührenden Szenen immer wieder komische und machten den Abend für die Zuschauer zu einem ernsthaften, aber humorvollen Erlebnis. Dafür und sicher auch für ein gelungenes Bühnenbild wurden beide Aufführungen mit viel Applaus belohnt.

 

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